Die SEO-technische Bestandsaufnahme einer Website

Wer die Suchmaschinenoptimierung eines Internetauftritts in Angriff nehmen möchte, der sollte sich zunächst einmal mit dessen Bestandsaufnahme befassen. Zu dieser Aufnahme gehört nicht nur die Beurteilung der Qualität einer Seite, sondern darüber hinaus auch die Betrachtung der SEO-technischen Historie, sowohl Onpage als auch Offpage. Oftmals ist man schlichtweg nicht der Erste, der mit Anpassungen einer Internetseite beauftragt wird und es gibt die eine oder andere Vor-Bedingung nach der es sich zu richten gilt.

Dem entsprechend sollte stets ein Blick darauf geworfen werden, welche Maßnahmen bereits in der Vergangenheit an einer Website durchgeführt wurden und wie genau das bestehende Linkprofil aussieht. Auch die Frage, in welchen zeitlichen Intervallen bisher Links aufgebaut wurden ist von Bedeutung, denn zukünftige Maßnahmen sollten sich möglichst natürlich darstellen. Im Folgenden möchten wir einige Fragen beleuchten, mit denen man sich im Zuge einer SEO-technischen Bestandsaufnahme befassen sollte.

Welche Onpage-Maßnahmen fehlen?

Je nachdem in wie fern Überlegungen im Bezug auf SEO bereits in den Status Quo der Website eingeflossen sind, wurden bereits unterschiedliche Onpage-Maßnahmen durchgeführt. Nur in sehr seltenen Fällen ist es so, dass eine Suchmaschine überhaupt gar keine Chance hat, Inhalte einer Website zu identifizieren; zum Beispiel weil sich sämtliche Inhalte in Flash-Animationen oder Bildern ohne ALT-Tags verbergen. Meist gibt es zumindest gewisse Teile der Website die im Klartext lesbar sind. Hier sollte es dann darum gehen, Potenziale zu identifizieren, die noch nicht (vollständig) ausgeschöpft wurden und die Suchmaschinen-Lesbarkeit einer Seite nicht nur ausreichend oder gut, sondern optimal zu gestalten!

Dazu eine kleine Checkliste, die man der Reihe nach durchgehen kann / sollte:

Diese Punkte gehören mit zu den Basics die überprüft werden sollten und in jede Bestandsaufnahme gehören.

Welche Onpage-Maßnahmen haben Verbesserungspotenzial?

Nun stellt sich jedoch nicht nur die Frage, ob eine bestimmte Onpage-Maßnahme vorgenommen wurde, sondern zugleich geht es auch darum, dass diese mit sinnvollem Content gefüllt wurde, die auch Ziel-gerichtet auf zuvor definierte Ranking-Ziele hin ausgerichtet ist. Man kann natürlich noch so viele H-Tags oder META-Informationen nutzen, wenn sich hier einfach nicht die Begrifflichkeiten befinden unter denen man später ranken möchte wird die erwünschte Wirkung gegen null gehen.

Dem entsprechend gilt es auszuloten, wo Onpage-Maßnahmen, falsch, unvollständig oder zumindest verbesserungswürdig vorgenommen wurden und diese zu optimieren.

Sind Onapge alle Potenziale voll ausgeschöpft, so steht in vielen Fällen das Thema Linkbuilding auf dem Programm. An anderer Stelle haben wir bereits erläutert, wie wichtig die Mannigfaltigkeit von Links ist. Ein anderer Faktor auf den wir hier etwas näher eingehen möchten, ist die zeitliche Verteilung von externen Links.

Auch das bisher erfolgte Linkwachstum einer Seite spielt eine nicht unerhebliche Rolle dahingehend, wie man beim zukünftigen gezielten Linkaufbau vorgeht. Hat eine Website nie auch nur irgendeinen eingehenden Link erhalten, so wäre es vollkommen unnatürlich, direkt ein Linkbuilding mit sehr hohem Budget zu fahren und beispielsweise 100 Links pro Monat auf eine einfach-gestrickte Website zu setzen. Die Folge wäre vermutlich eine baldige Abstrafung durch Google.

Sind zuvor niemals Linkssetzungen erfolgt, so sollte Linkbuilding zunächst sehr langsam vonstatten gehen. Darüber hinaus sollte auch nicht direkt als erstes ein sehr mächtiger Link mit hoher Sichtbarkeit erfolgen, sondern zunächst einmal für eine gewisse "Basis" gesorgt werden. Gab es im Verlauf der Historie einer Seite schon den einen oder anderen Link, so kann man sich ein Stück weit an dem Tempo des zurückliegenden Linkwachstums orientieren und dieses langsam aber stetig zusätzlich steigern.

Open Site Explorers - Metriken

Abfrage: So zeigt der Open Site Explorer die Metriken einer Seite an

Um die dazu notwendige Analyse durchzuführen, bieten sich professionelle SEO-Tools an. Es gibt jedoch auch kostenlose Werkzeuge, um zumindest eine rudimentäre Überprüfung der bisherigen Verlinkungen vornehmen zu können. Ein solcher Dienst ist beispielsweise der einfach zu bedienende Open Site Explorer, mit dem sich ein Großteil aller Backlinks auflisten lässt. Da entsprechende Crawler jedoch in vielen Fällen nicht wirklich alle eingehenden Links finden (betrifft auch die kostenpflichtigen Werkzeuge), ist es immer von Vorteil, wenn manuelle Aufzeichnungen über gesetzte Links existieren.

Eingestellt am 14.03.2015 durch zurück zum Ratgeber